Grundsätzliches

In einer Schau sah ich auch,
dass das erste Buch meiner Visionen „Scivias“ genannt werden sollte,
weil es auf den Weg des lebendigen Lichts hervorgebracht worden war
und nicht von einer anderen Lehre.
Hildegard von Bingen (1098-1179)

 

Die Wahrnehmung, dass viele Menschen heute ein vertieftes Bedürfnis nach einem spirituellen und kreativen Leben haben und das Wissen, dass es zwar viele neue Wege, aber auch altes mystisches Wegwissen gibt, das zur Begegnung mit dem führen kann, was Hildegard von Bingen das "lebendige Licht" genannt hat, hat zur Vision unserer Scivias-Arbeit geführt.

Seinen Namen verdankt das Scivias-Institut dabei dem visionären Hauptwerk Hildegards: „sci vias lucis - Wisse die Wege des Lichts“. Es sieht sich damit dem mystischen, prophetischen, medizinischen, schriftstellerischen und musikalischen Erbe der „Seherin vom Rhein“ verbunden, hat dies jedoch nicht allein zum Inhalt. Vielmehr bezieht es die Aufforderung Wisse die Wege auf die spirituelle Wegsuche unserer Zeit. Dabei geht die Vision des Scivias-Instituts davon aus, dass spirituelle Suche und kreatives Tun grundlegend zusammengehört und integriert werden will.

Für die methodische Arbeit des Scivias-Instituts sind daher wichtig: künstlerische Arbeit in den Bereichen der Bildenden Kunst, der Musik, des Theaters; therapeutische Methoden aus Tiefenpsychologie, humanistischer Psychologie, Psychodrama, Bibliodrama, Kunstpädagogik, Musikpädagogik, Theaterpädagogik; vielfältige Formen spiritueller Praxis wie Herzensgebet, Zen-Meditation, Yoga, Tai Chi u.a., das heißt Wege auf denen Menschen heute spirituell suchen und kreativ wirken wollen.