Wer erfahren möchte wie ich auf meinem Lebensweg zur Gründung des Scivias-Instituts für Kunst und Spiritualität (2009) und des Hildegard von Bingen Pilgerwanderwegs (2017) gekommen bin, der/die kann dies nun in meinem ersten, sehr persönlichen Buch nachlesen:
Annette Esser, Meine Pilgerungen: Texte und Bilder von meinen Reisen in die Welt, zu mir selbst und zu Gott. Epubli, Berlin 2025 (ISBN 978-3-565-11818-2)
Im Vorwort schreibe ich: „Wenn ich nun meinem Buch den Titel ‚Pilgerungen‘ gebe und damit eine Wortschöpfung verwende, die es im Deutschen Wörterbuch so noch nicht gibt, dann möchte ich damit zum Ausdruck bringen, dass es mir nicht nur um Reisen im Sinne vom Besichtigungstouren oder Tourismus geht. Er-fahrungen, das sind ja im ursprünglichen Sinne Reisen in die Welt, die gefahren oder gegangen werden. Oft sind sie nicht einfach gradlinig und planbar, sondern sie können ins Unbekannte, ins Ausland /’Elend‘ führen. Erfahrung bringt dafür offenen Menschen neue Weltsicht, Selbsterkenntnis und Bildung. Die neue Wortschöpfung ‚Pilgerung‘ soll diese Art von Reisen zum Ausdruck bringen. Wer dabei bei mir an ‚Irrungen und Wirrungen‘ denkt, der liegt auch nicht ganz falsch. Wer sich nämlich auf eine Pilgerreise begibt, tut es auf eigene Gefahr, plant nicht alles durch, lässt sich auf ungerade Wege, spontane Begegnungen, manchmal auch Umwege (wenn nicht Abwege) und Schleifen ein und bleibt doch innerlich auf das Ziel ausgerichtet, dankbar dorthin nicht einfach zu gehen, sondern (von Gott!?) geführt zu werden. Ich möchte unter ‚Pilgerungen‘ daher ‚Reisen in die Welt, zu sich selbst und zu Gott verstehen.“ (Seite.7)
Auf der Rückseite sind meine ‚Pilgerungen aufgelistet: „Ihre Reisen führten sie dabei 1978 ins geteilte Berlin zur DDR-Zeit; 1980 in ein Workcamp nach Kenia; 1981 auf eine Studienreise ins kommunistische Polen, nach Auschwitz und zur Schwarzen Madonna in Tschentstochau; 1985 zu einem Kibbuz-Aufenthalt nach Israel; seit 1987 auf Konferenzen der Europäischen Gesellschaft für theologische Forschung von Frauen quer durch Europa; 1991 in einen christlichen Künstler-Ashram nach Indien; seit 1994 immer wieder ans Union Theological Seminary nach New York; und schließlich 2014, als Pilgerin auf dem Jakobsweg nach Spanien. Seit Eröffnung des Hildegardwegs 2017 begleitet sie dort Menschen aus aller Welt.“
Sr. Hiltrud Gutjahr OSB hat mein Buch gelesen und kommentiert: „Ich habe gestaunt über die vielen Wegstationen… Du hast Dich ausgesetzt in Deinem Erleben, in deiner Gottsuche, in Deinen menschlichen Bedürfnissen und Sehnsüchten… Es ist kein Reisebericht, es ist Lebenszeugnis einer Theologin, die zu ihrem Mensch- und Frausein steht, – ein wichtiges Zeugnis für eine Kirche, die das Antlitz des Menschgewordenen Gottes trägt, tragen sollte.„



